© StadtGeschichte Künzelsau e.V.       2017 - 2024
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Auf dieser Seite finden Sie aktuelle Berichte und Bilder aus dem Jahr 2024. Berichte und Bilder aus vergangenen Jahren finden Sie im Archiv.
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Wissen Sie, was sich vor … Jahren in unserer Stadt Künzelsau ereignet hat? In der folgenden Zusammenstellung finden Sie einige markante Ereignisse.
2024
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26. Jan. 2024
Vortrag: Die jüdischen Familien Wissmann und Künzelsau Anlässlich des Holocaust-Gedenktags am 27. Januar erinnerte Heinz-Wilhelm Koch, Mitglied des Vereins StadtGeschichte Künzelsau, in einem Vortrag an die jüdische Familie Wissmann. Diese sehr gut besuchte Veranstaltung wurde mitgetragen von der VHS Künzelsau und dem Evangelischen Bildungswerk Hohenlohe. Selig Wissmann Am Anfang steht dabei der jüdische Religionslehrer Selig Wissmann, der bis zu seinem Tod 1927 die Künzelsauer jüdische Gemeinde 35 Jahre geleitet hat und auf den der Bau der Synagoge 1907 maßgeblich zurückzuführen ist. Er war im Verhältnis zum christlichen Teil der Künzelsauer Bevölkerung eine bedeutende Integrationsfigur durch sein hohes Ansehen, aber auch durch seine Bemühungen, Gräben und Vorurteile zu überwinden, trotz des vorhandenen Antisemitismus, den es vor dem 3. Reich gab. Julius Wissmann In Künzelsau weithin unbekannt ist sein Sohn Julius, der Mitglied war im Oberrat der Jüdischen Religionsgemeinschaft, einer Institution vergleichbar dem Ev. Oberkirchenrat in der evangelischen Kirche. Er war zuständig für die Auswanderung von Juden und hat in der Zeit des Nationalsozialismus unzähligen Jüdinnen und Juden das Leben gerettet. Leo Wissmann Der jüngere Sohn Leo, der in Künzelsau eine Schreinerlehre gemacht hatte, ging 1932 als Zionist nach Palästina, um zu helfen, das Land aufzubauen. Leo Wissmann ist seit 1962 immer wieder nach Künzelsau gekommen. Er hat sich selbst dazu geäußert, was es ihm möglich gemacht hat, trotz der Verbrechen an Juden in der Zeit des Nationalsozialismus wieder nach Deutschland und nach Künzelsau zu kommen: Es waren vor allem einzelne Personen, die durch ihre Haltung für ihn überzeugend waren: die Autorin hohenlohischer Mundarttexte Maja Hartmann, der ehrenamtliche Archivar der Stadt Günter Dürr, der Leiter des Heimatmuseums Wilhelm Hägele, Barbara Schwedler, die jüdische Grabmale und Friedhöfe in Hohenlohe fotografiert und erforscht hat. Leo Wissmann ist maßgeblich dafür verantwortlich, dass wir in Künzelsau seit 1986 einen Gedenkstein für die ehemalige jüdische Gemeinde haben. Als Leo Wissmann 1989 starb, erschien in der HZ ein Nachruf mit der Überschrift „Künzelsau hat einen guten Freund verloren“. Nachfahren Auch über die anderen Kinder von Selig Wissman und seiner Frau Ida, für die vor der Eingangstreppe zum Anne-Sophie am Schlossplatz ein Stolperstein liegt, und auch über deren Nachkommen, wurde knapp informiert. Ein Zweig der Familie lebt in Israel, darunter ein Nobelpreisträger; ein anderer in Brasilien. Ein weiterer Spross in Berlin: ein Urenkel von Julius, Yan Wissmann mit seiner Frau und seiner kleinen Tochter. Yan Wissmann bewundert seinen Urgroßvater Julius und möchte an die Wurzeln seiner Vorfahren in Deutschland anknüpfen. Dank Die Vorsitzende des Vereins, Margarete Biehal, dankte Heinz-Wilhelm Koch für seinen sehr gut recherchierten Vortrag. Sie betonte dabei, dass es eine Bereicherung ist, wenn sich Mitglieder einem besonderen Thema widmen, dies aufarbeiten und präsentieren. Text: Heinz-Wilhelm Koch Fotos: Ehrenfried Biehal
Sonja Nägelin und Margarete Biehal begrüßten …
… der Vortragsraum der VHS war voll besetzt.
Heinz-Wilhelm Koch bei seinem Vortrag , zu sehen ist die ehemalige Synagoge ……
Vortrag unseres Mitglieds Prof. Dr. Wolfgang von Stetten: Die Tierberger Fehde Der Vortrags-Keller der VHS war gefüllt: Viele wollten die Umstände, die zur Tierberger Fehde zwischen den Rittern von Stetten und den Grafen von Hohenlohe im 15. Jh. führten, aus berufendem Munde hören. Der Referent ging auf den Ablauf detailliert ein und zeigte auch die Auswirkungen auf den Ganerbenflecken Künzelsau bis zum Burgfrieden 1493 und danach auf.
13.02.2024
Viele Zuhörer ließen sich ins Mittelalter entführen …
Die Burganlage war damals Ziel eines Überfalls …
Worum ging es in der Tierberger Fehde ? Das können Sie hier lesen …
29.02.2024
Vortrag unseres Stadthistorikers Stefan Kraut: Der Jugend Raum zweier Münsterbaumeister“ Ein Beitrag im Rahmenprogramm zur Ausstellung im Stadtmuseum: „Hoch hinaus!“ Auf großes Interesse stieß der Vortrag von Stefan Kraut, ebenfalls im VHS-Vortragskeller. Wie war die Lebenssituation im Oberamtsstädtle um 1840, davor und danach? Was wurde alles gebaut? Was passierte hier und in der Umgebung? Ein interessanter Abend mit vielen Detailinformationen.
08.03.2024
Exkursion zu einem Steinmetz- und Steinbildhauermeister Ein Beitrag im Rahmenprogramm zur Ausstellung im Stadtmuseum: „Hoch hinaus!“ Die Arbeit eines Steinbildhauers stellte Steinmetz Volker Köble in Kupferzell-Rüblingen vor. Für die abgegangene kleine Kirche im Ort hat er einen neugotischen Gedenkstein geschaffen. Merkmale der Neugotik wurden am Objekt verdeutlicht. In seiner Werkstatt erzählte er den Interessierten die Ausbildung und den Werdegang eines Steinmetzes und die Bearbeitung verschiedenartiger Gesteine. Und dies alles nicht staubtrocken - Volker Köble kredenzte etwas zum Vespern mit Getränk.
Margarete Biehal begrüßte die Teilnehmenden und verwies auf die Gestaltung der Ganerbenstele im Stadtmuseum durch Volker Köble …
Interessante Erläuterungen …
Viele Geräte sind für die Steinbearbeitung wichtig …
Der neugotische Gedenkstein ist ein Meisterwerk …
Tierberger Fehde     >>> Tierberger Fehde     >>>
20.03.2024
StadtMuseum am Abend Um auch Besuchern nach der Arbeit einen Besuch zu ermöglichen, bot der Verein eine Führung ab 18 Uhr an. Der Eintrag ins Gästebuch bestätigt einen harmonischen Verlauf.
06.03.2024
Führung für Vereinsmitglieder An diesem Mittwoch trafen sich am Nachmittag einige Interessierte und lauschten gespannt den Ausführungen. (ohne Foto)
22.03.2024
Donnerstagsrunde Diese Gruppe der evangelischen Kirche trifft sich jeden Monat mit einem bestimmten Thema. An diesem Donnerstag standen die beiden Münsterbaumeister im Mittelpunkt. (ohne Foto)
05.02.2024
VESPERSTUBE: Eine Kurzführung durch die Ausstellung: „Hoch hinaus ! Künzelsauer vollenden das Ulmer Münster“ Jeden Montag treffen sich Menschen in der Vesperstube, um gemeinsam das Mittagessen zu genießen und um zu plaudern. Ein willkommener Anlass für alleinstehende Menschen in unserer Stadt. An diesem Montag führte das Biehal-Team durch die Ausstellung im StadtMuseum. Die wichtigsten Stationen der beiden Münsterbaumeister fanden bei den Besuchern eine anhaltende Aufmerksamkeit.
21.03.2024
Forscherwoche GS Klasse 2 mit dem Thema „Türme und Brücken“ Da war die Ausstellung natürlich sehr passend, mit den aufmerksamen Kindern die Voraussetzungen für einen solchen hohen Kirchturm kindgerecht zu vermitteln. Aber auch der Fleiß, die Ausdauer und der Wille der beiden Münsterbaumeister wurde angesprochen - als Vorbild für die Lernenden.
Führungen durch die Ausstellung „Hoch hinaus - Künzelsauer vollenden das Ulmer Münster - Ludwig Scheu und August Beyer Diese Ausstellung findet starken Zuspruch. Neben den Führungen durch Stefan Kraut bot auch der Verein solche Begegnungen an. Aber auch einzelne Gruppen fragten an. Die MItglieder der Ausstellungsgestalter Margarete und Ehrenfried Biehal gestalteten diese Führungen.
… und zum Schluss galt es: Wer baut in kurzer Zeit den höchten Turm ?
Das Steinmetz-Werkzeug beeindruckte …
Interessant war natürlich der Höhenvergleich mit dem Turm unserer Johanneskirche …
05.04.2024
MitgliederVersammlung Die diesjährige Mitgliederversammlung fand wieder im April statt. Fast 40 Mitglieder trafen sich im Haus des Vereins „StadtVilla 1897“, um die Berichte des Vorstands zu hören. Die Vereinsvorsitzende Margarete Biehal freute sich über den regen Zuspruch und dankte für die Mithilfe im und Treue zum Verein. Klaus Ottenbacher fand anerkennende Worte für verstorbene Mitglieder. Die Vorsitzende stellte die zahlreich durchgeführten Aktionen im vergangenen Berichtsjahr vor. Durch entsprechende Fotos wurde dies anschaulich bereichert. Der Bericht des Kassenwartes zeigte eine positive Bilanz. Nach einer kurzen, von Claus Brümmer geleiteten Aussprache wurde Vorstand einstimmig entlastet. Mit einem Ausblick auf geplante Veranstaltungen, u.a. ein Gartenfest am Samstag, 13.Juli anlässlich des 10-Jährigen Jubiläums des Vereins, endete der offizielle Teil der Versammlung. Bei anregenden Gesprächen genossen die Anwesen- den das ansprechende Ambiente der Vereinsräumlichkeiten. Text und Fotos: Ehrenfried Biehal
… der Verein hat durch Tod wieder Mitglieder verloren …
… und wir danken unserem Mitglied Dr.Wolfgang von Stetten für die Spende des Rotweins seiner Weinedition.
Aufmerksame Mitglieder lauschen den Berichten …
Während der Ausstellungs- dauer
30.04.2024
Den beiden Künzelsauer Baumeistern auf der Spur Zum Abschluss der Ausstellung „Hoch hinaus…“ im Stadtmuseum führte der Verein StadtGeschichte Künzelsau zusammen mit der Volkshochschule Künzelsau eine Exkursion nach Ulm zum Münster durch. Ein großer Reisebus war schnell ausgebucht. Am Vormittag stellten drei Münsterführer:innen die beiden Münsterbaumeister Ludwig Scheu und August Beyer in den Mittelpunkt. Vor Ort wurden deren Leistungen im 19. Jahrhundert zur Vollendung des Münsters bestaunt. Die beiden von Scheu gebauten Chortürme zusammen mit dem Chorumgang beeindruckten. Der Südturm strahlte in hellem Sandstein in der Morgensonne, der Nordturm war leider durch ein Renovierungsgerüst versteckt. Am westlichen Hauptturm wanderte der Blick nach oben bis zur Spitze in 161,53 m Höhe. August Beyer hatte diesen ab dem vorhandenen Turmstumpf aus dem Mittelalter ästhetisch neu gestaltet und bis 1890 in nur 5 Jahren Bauzeit ausführen lassen. Sehr anschaulich war eine virtuelle Fahrt mit einem Aufzug im nahegelegenen Ausstellungsraum M25. Die Fahrt hinauf zur Turmspitze mit der Kreuzblume zeigte sehr deutlich die filigrane Gestaltung der Pfeiler, Streben und Fialen. Eine bewundernswerte Leistung des Münsterbaumeisters August Beyer. Nach einer individuellen Mittagspause ging es in zwei Gruppen in die schöne Ulmer Altstadt mit dem Fischerviertel an der Blau. Doch auch am bemalten Rathaus, am Schwörhaus und auf den Befestigungs- anlagen an der Donau wurde die reiche Geschichte der Stadt Ulm lebendig. Der Besuch in Ulm endete mit einem besonderen Abschluss: Am Grab von August Beyer auf dem Hauptfriedhof gedachte die Gruppe dem großen Baumeister und ehrte ihn mit einem besonderen Buchsbaumkränzchen mit Rosen an seinem 190. Geburtstag am 30.April. Auf direktem Weg erfolgte die staufreie Rückfahrt nach Künzelsau. Text und Fotos: Ehrenfried Biehal
… ein Teil der Gruppe mit einer Münster- führerin auf dem Münsterplatz mit Blick auf Beyers Turm …
…die Gruppe an der Grabstätte von August von Beyer …
… die Befestigungsanlagen an der Donau beeindruckten …
… eine weitere Gruppe im Chor des Münsters …
Das Ulmer Münster mit dem Hauptturm und einem Teil des modernen Stadthauses …
… wir dedenken dem großen Baumeister mit einem Kränzchen.
05.05.2024
Finissage der Ausstellung „Hoch hinaus! …“ Am letzten Ausstellungstag genossen ca. 16 Besucherinnen und Besucher kurze Erläuterungen zu den Ausstellungstafeln. Zusammen wurde mit einem Gläschen Sekt die erfolgreiche Ausstellung beendet. Schon am nächsten Tag wurden wesentliche Teile fachkundig abgehängt und verpackt.
08.05.2024
Georg Wagner: Leben und Werk des Künzelsauer Geologen Vortrag mit Dr. Hans Hagdorn Mehr als 50 Jahre nach seinem Tod wurde an den Ehrenbürger und Namensgeber der Georg-Wagner- Verbundschule erinnert. Wagner widmete sich dem oberen Muschelkalk hier in Franken, erforschte die Flussgeschichte Südwestdeutschlands. Dr. Hans Hagdorn vermittelte dies in seinem Vortrag anschaulich mit Abbildungen und für geologische Laien gut verständlich.
Georg Wagner  >>> Georg Wagner  >>>
Über Leben und Wirken von Georg Wagner >>> siehe Link unten zum Artikel unter Stadtgeschichte von A bis Z
15.05.2024
Neusetzung von Burgfriedenssteinen Zum Anlass des 530-jährigen Jubiläums des Burgfriedensvertrages ließ Dr. Wolfgang Freiherr von Stetten vom Steinmetz Stier vier neue Burgfriedenssteine fertigen und vom städtischen Bauhof an den historisch überlieferten Stellen setzen. Von Bürgermeister Stefan Neumann und Wolfgang von Stetten wurde dieser mit Sekt vom Stettenschen Weinberg „getauft“. Zuvor wiesen beide auf die Bedeutung des damit verbundenen Burgfriedensvertrages von 1493 hin. Text und Fotos: Ehrenfried Biehal Über die Geschichte dieser Künzelsauer Besonderheit >>> siehe Link zum Artikel unter Stadtgeschichte von A bis Z
Burgfriedensvertrag   >>> Burgfriedensvertrag   >>>